
Nizza-Krawalle könnten Drach-Prozess verlängern
(DC|Archivbild) Die Gewaltexzesse von Nizza könnten für eine außerplanmäßige Pause im Strafprozess gegen Thomas Drach führen. Der Prozess am Landgericht wird unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und einem Großaufgebot von Polizei inklusive Spezialeinheiten begleitet.
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Der vorsitzende Richter im Drach-Prozess hat nun angekündigt, die Prozesstage am 2. und 4. November könnten ausfallen. Die Polizei sehe sich an den Tagen wahrscheinlich nicht in der Lage, für Sicherheit zu sorgen, so der Richter. Grund dafür sind auch die Krawalle von Nizza am 8. September. Am 3. November – also genau zwischen beiden eigentlich geplanten Prozesstagen – findet das Europapokal-Rückspiel zwischen Nizza und Köln in Köln statt und dürfte viele Polizeikräfte binden.
Nach den Vorfällen mit 32 zum Teil schwer Verletzten in Nizza hatte die Polizei erklärt, das Rückspiel in Köln mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen zu belegen. Bei Hochrisikospielen muss die Polizei deutlich mehr Hundertschaften einsetzen als üblich. Auch das zeitgleich stattfindende Außenministertreffen der G7-Staaten in Münster bindet viele Kölner Polizistinnen und Polizisten.
Von der Kölner Polizei heißt es, die Einsatzplanungen dauern derzeit an und unterlägen einer ständigen Gefährdungsbewertung: Die Kräftezuteilung sei noch nicht abgeschlossen und man stehe mit dem Landgericht in engem Austausch.