
Öffentliches Leben wird weiter zurückgefahren - 478 bestätigte Fälle
(CM/DC | Symbolbild) Die Stadt Köln will im Kampf gegen das Coronavirus noch am Donnerstag weitere Einschränkungen anordnen. Die Zahl der von dem Corona-Virus betroffenen Menschen in Köln steigt weiter deutlich an. Im Vergleich zum Mittwochabend um fast 20 Prozent.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.03.2020 15:46
Aktuell haben sich in Köln laut Stadt 586 Menschen nachweislich mit Corona infiziert. Damit die Zahlen künftig langsamer steigen und auch nicht weiterhin viele Menschen in Quarantäne müssen, will die Stadt jetzt auch das Rauchen von Wasserpfeiffen und generell das Grillen verbieten. So will die Stadt verhindern, dass größere Menschenmengen zusammenkommen. Seit Mittwoch geht das Ordnungsamt rigoros gegen große Menschengruppen am Rhein oder am Aachener Weiher vor.
Stadtdirektor Keller sagt, man werde die Leute wegschicken. Das Ziel sei es nicht sofort Strafen zu verhängen. Außerdem sind Spielplätze jeder Art gesperrt. Auch der Einzelhandel in Köln wird weiter eingeschränkt.
Welche Geschäfte bleiben offen, welche schließen?
Das bedeutet, dass viele Geschäfte bis auf Weiteres schließen müssen. Betroffen sind zum Beispiel Schuh- oder Kleidungsgeschäfte, Parfümerien oder Buchläden, also Geschäfte des nicht-täglichen Gebrauchs.
Offen bleibt dagegen alles was mit Lebensmitteln, Medizin oder Versorgung zu tun hat. Also Supermärkte, Wochenmärkte und Apotheken. Auch Dienstleistungen und Handwerk sind weiter erlaubt, zum Beispiel Schuster oder Kosmetikstudio.
Allerdings soll der Handel mit freiwilligen Regelungen dafür sorgen, dass nicht zu viele Menschen gleichzeitig in einem Laden sind. Stadtdirektor Stephan Keller nannte als Beispiel den Bäcker, der an der Tür stehen hat: „Bitte nur zwei Kunden gleichzeitig im Verkaufsraum!“
Weitere Einschränkungen im Alltag
Fünf mit dem Corona-Virus infizierten Menschen in Köln geht es weiter so schlecht, dass sie auf der Intensivstation behandelt werden müssen. Über 1500 Kölner sind in Quarantäne. Die Stadt wird außerdem am Nachmittag neue Einschränkungen erlassen. Zum Beispiel soll das Rauchen von Wasserpfeifen und auch das Grillen generell und grundsätzlich verboten werden. So will die Stadt vermeiden, dass es zu größeren Menschenansammlungen kommt.
Man habe aber festgestellt, dass die Entwicklung in Köln nicht exponentiell verläuft. Also in anderen Worten: Nicht so stark und schnell wie zum Beispiel in Italien.
Trotzdem müsse man weitere Maßnahmen ergreifen: Wochenmärkte dürfen nur noch Lebensmittel verkaufen, alle anderen Stände bleiben dicht.
OB Reker richtet Appell an die Kölnerinnen und Kölner
Nachdem sich Bundeskanzlerin Merkel mit einem eindringlichen Appell ans Volk gewandt und weitere, noch strengere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus nicht ausgeschlossen hat, hat sich auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker aus ihrer häuslichen Quarantäne zu Wort gemeldet. Dabei äußerte sie Unverständnis über das Verhalten einiger Kölner: