Opfer sexuellen Missbrauchs erhalten 50.000 Euro

(SR|Symbolbild) „Wir werden aufklären. Die Namen werden genannt.“ Mit diesen Worten hatte Kölns Erzbischof Kardinal Woelki vor über einem halben Jahr die Veröffentlichung einer Studie über den systematischen sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche angekündigt. Passiert ist das bisher nicht.

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Am Donnerstag hat die Deutsche Bischofskonferenz eine neue Höhe für sogenannte Ausgleichszahlungen für Opfer sexuellen Missbrauchs beschlossen. Bis zu 50.000 Euro sollen Opfer sexuellen Missbrauchs jetzt erhalten. Damit gebe die katholische Kirche zu, dass sogenannte Anerkennungszahlungen von gerade mal 5.000 Euro Unrecht waren, kritisiert die Initiative „Eckiger Tisch“, die sich für die Opfer einsetzt. Sie fordert das Schmerzensgeld auf bis zu 400.000 Euro anzuheben.

Um die Vorwürfe endgültig aufzuklären, sollen unabhängige Ermittelnde die Akten einsehen dürfen und auch die Politik müsse endlich handeln, so ein Sprecher der Initiative. Man könne der katholischen Kirche nicht mehr selbst überlassen, ihr eigenes Versagen aufzuklären.

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