
Papst vertagt Entscheidung zu Woelki
(PR|Symbolbild) Bis Papst Franziskus über den Rücktritt von Kardinal Woelki entscheidet, wird es wohl noch etwas dauern. Der Papst will sich da noch Zeit lassen, sagte er in der europäischen Jesuiten-Zeitschrift. Was gerade passierte, sei, dass viele Druck machten und unter Druck sei es nicht möglich, zu urteilen. Deshalb wolle er erst entscheiden, wenn sich der Druck gelegt habe.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.06.2022 06:47
Der Papst erklärte außerdem, dass er Woelki in eine Auszeit geschickt hatte. Zuvor hatte es so geklungen, als sei der Vorschlag mit der Auszeit von Woelki selbst gekommen. Das Bistum erklärte daraufhin jetzt. Die Aussagen von Kardinal Woelki zum Hintergrund der Auszeit seien korrekt. Er habe den Wunsch gehabt, eine geistige Auszeit von einem Monat zu nehmen. Dass daraus aber eine viereinhalbmonatige Auszeit wurde, gehe auf den Wunsch des Heiligen Vaters zurück.
Papst Franziskus hat sich in dem Interview außerdem auch kritisch zum Reformprozess in der deutschen katholischen Kirche, dem "Synodalen Weg", geäußert. "In Deutschland gibt es eine sehr gute evangelische Kirche. Wir brauchen nicht zwei davon", sagte er in der Jesuiten-Zeitschrift „La Civiltà Cattolica“. Die angestrebten Reformen in der deutschen Kirche wie Frauen in geistlichen Ämtern oder Segnung von homosexuellen Paaren werden im Vatikan teils heftig kritisiert.