
Pflegekraft berichtet von Missständen in Kölner Uniklinik
(DA | Symbolbild) Einige Pflegekräfte in der Uniklinik fühlen sich im Stich gelassen und nicht ernst genommen. So hat es eine Pflegekraft gegenüber Radio Köln geschildert und auch eine Reihe von Missständen aufgelistet.
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So sollen Besucherinnen und Besucher unzureichend kontrolliert werden, es gebe oft zu viele Besucherinnen und Besucher in den Patientenzimmern oder neue Patientinnen und Patienten würden ohne Untersuchung auf Corona aufgenommen. Von sechs Aufzügen würde etwa nur einer kontrolliert und bewacht.
Die Folge sei, so schildert es eine Pflegekraft, die anonym bleiben möchte, auf einigen Stationen kämen Besucherinnen und Besucher unkontrolliert an und würden zu lange bleiben, ohne dass eingeschritten werde.
Und dass in Schulen, Geschäften und beim Frisör Schnelltests vorgelegt werden müssten, Besucherinnen und Besucher in einem Krankenhaus mit schwer kranken Menschen aber nicht, sei schwer nachzuvollziehen, so die Pflegekraft.
Die Uniklinik weist die Vorwürfe zurück. Man könne aus einem Krankenhaus kein Gefängnis machen und lückenlos abriegeln, außerdem würden mobile Sicherheitsteams auf den Stationen unterwegs sein, auch um bei der Einhaltung der Besuchsregeln zu unterstützen. Ein Schnelltest-Angebot sei geplant, heißt es in einer Stellungnahme.