
Nachdem vor den Sommerferien zwölf Schulen kurzfristig noch zusätzliche Klassen einrichten mussten, damit jedes i-Dötzchen einen Schulplatz bekommt, sollen die meisten Grundschulen die Zusatzklassen jetzt wieder streichen. So viele Erstklässler seien es dann doch nicht. Es könne nicht sein, dass die Schulverwaltung im Juli nicht weiß, wie viele Schülerinnen und Schüler im August die Kölner Grundschulen besuchen werden, sagt CDU-Stellvertreter Schlieben. Er fordert vom Schuldezernenten eine umfassende Erklärung. Die schulpolitische Sprecherin der FDP, Ruffen, vermutet bei der Stadt einen großen Rechenfehler. Weil meist schon die Kennenlern-Veranstaltungen durch seien, sei es für die i-Dötzchen eine Zumutung, dass sie jetzt womöglich doch andere Lehrerinnen und Lehrer sowie Mitschüler bekämen. Die Stadt begründet das Hin und Her damit, dass erst jetzt klar sei, wie viele Kinder wirklich im kommenden Schuljahr in die erste Klasse kämen. Eine Stadtsprecherin sagt auf Radio Köln-Nachfrage aber, den betroffenen Schulen gebühre großer Dank, dass sie kurzfristig die Zusatzklassen eingerichtet hatten. Erst im März hatte es eine Eltern-Demo vor dem Rathaus gegeben, weil einige Kinder im neuen Schuljahr nicht an der nächstgelegenen Grundschule eingeschult werden konnten.