
Das hat die Stadttochter am Vormittag auf ihrer Bilanzpressekonferenz mitgeteilt. Ein Großteil des Gewinns geht an die GEW und gleicht damit über Umwege Verluste anderer Unternehmen im Stadtwerke Konzern, wie KVB oder KölnBäder aus. Der Vorstandsvorsitzende der RheinEnergie Andreas Feicht sagte, im Radio Köln-Interview so ein Ergebnis, gerade in Zeiten der Energiekrise, sei keine Selbstverständlichkeit:
„Ich glaube das drei Elemente eine wichtige Rolle gespielt haben. Das eine Element war, dass die Bundesregierung ein sehr gutes Krisenmanagement hatte. Das zweite Element sind natürlich die Preisbremsen. Die haben uns zwar unter Stress gesetzt, aber den Menschen gezeigt, dass der Staat, die Politik, die Gesellschaft an ihrer Seite steht - und beim dritten haben wir etwas Glück gehabt. Das Wetter und der Winter waren mild.“
So habe man in Köln 19 Prozent weniger Gas verbraucht. Die RheinEnergie will in den nächsten Jahren Milliarden in den Ausbau von erneuerbaren Energien investieren.
Innerhalb der nächsten zehn Jahre will die RheinEnergie ihre Kilma-Investitionen deutlich ausbauen. Fast 4 Milliarden Euro sind für Fernwärme, erneuerbare Energien und Infrastruktur vorgesehen. Geplant ist zum Beispiel der Bau von Europas größter Großwärmepumpe in Niehl. RheinEnergie Vorstand Andreas Feicht sagte, die Anlage könne 300.000 Haushalte mit Wärme versorgen und nutze dazu die Umweltenergie des Rheinwassers. Das sei für die Umwelt unterm Strich sogar positiv. Auch für den Fluss selber, weil wir ja Wärme entnehmen. Üblicherweise ist es im Wassermanagement ein Problem, weil immer Wärme zugeleitet wird. Die Industrien entlang des Rheins - Kraftwerke leiten Wärme ab. Das macht was mit dem Fluss, mit den Fischen. Zum Schutz der Fische sei in Niehl bereits eine große Filteranlage im Einsatz, sie verhindere, dass Lebewesen in die Anlagen geraten. Außerdem soll in Merkenich eine weitere Großwärmepumpe gebaut werden. Vor den Toren Kölns, im Rhein-Erft-Kreis hat die RheinEnergie vor kurzem die Genehmigung von Windrädern an vier Standorten beantragt.