Prozess nach KVB-Unfall: Schwere Vorwürfe gegen KVB

(PR) Vor dem Kölner Amtsgericht muss sich seit Donnerstag ein ehemaliger KVB-Fahrer verantworten. Ihm wird vorgeworfen, vor gut anderthalb Jahren an der Haltestelle Eifelwall einen Zusammenstoß zweier Bahnen verursacht zu haben. 44 Menschen wurden dabei verletzt und es entstand ein Sachschaden von rund 800.000 Euro. Der Mann soll stark alkoholisiert gewesen sein. 

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2,4 Promille hatte die Blutuntersuchung damals ergeben. Die Vorwürfe wiegen schwer, die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung in Tateinheit mit vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs erhoben. Der Fahrer gab nach dem Unfall private Probleme für seine Alkoholfahrt an. 

Dem Verteidiger zur Folge soll die Frau des Angeklagten bei der KVB angerufen und den Vorgesetzten ihres Mannes von einem Rückfall in seine Alkohol-Krankheit unterrichtet haben. Sie wurde jedoch abgewimmelt mit den Worten, sie solle sich keine Sorgen machen.

Dem KVB-Fahrer drohen vor Gericht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

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