
Unterschiedlicher hätten zu Prozessbeginn am Kölner Landgericht die Darstellungen der Ereignisse kaum gewesen sein können. Der bereits wegen Drogenhandels verurteilte Mann hat zum Prozessauftakt die Vorwürfe bestritten.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, die Frau von sich abhängig gemacht zu haben. Und wenn sie sich geweigert hatte, ihm das ganze als Prostituierte verdiente Geld zu geben oder anschaffen zu gehen, habe er sie geschlagen oder getreten. Die Schläge im Streit hat der Mann eingeräumt.
Der Angeklagte wiederum erklärte, die Frau nie zur Prostitution gezwungen zu haben. Das sei alles freiwillig gewesen. Auch habe sie ihm das Geld immer freiwillig überlassen, in dem Glauben, er würde es für sie anlegen. Tatsächlich habe er aber das Geld für Partys und Drogen mit vollen Händen ausgegeben.
Sollte das Landgericht den Mann verurteilen, droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.