
Psychatrisches Gutachten der Angeklagten wird vorgestellt
(GL|Foto:Archivbild) Die Bundesanwaltschaft hält sie für eine Terroristin, ihre Verteidiger für vermindert schuldfähig. Im Rizin-Prozess wird am Dienstag ein psychiatrisches Gutachten der Angeklagten Kölnerin Yasmin H. vorgestellt. Sie ist angeklagt, weil sie zusammen mit ihrem bereits verurteilten Ehemann in Chorweiler einen islamistischen Anschlag mit dem Biokampfstoff Rizin geplant haben soll.
Veröffentlicht: Dienstag, 02.06.2020 06:16
Die zum Islam konvertierte siebenfache Mutter gibt zwar zu, eine IS-Sympathisantin zu sein, bestreitet aber von Anschlagsplänen gewusst zu haben. Anklage und auch das Gericht hatten allerdings mehrfach erklärt, keine Zweifel an der Mittäterschaft der Frau zu haben.
Zuletzt hatte die Verteidigung das psychatrische Gutachten beantragt. Die Angeklagte zeige aufgrund ihrer schweren Kindheit mit einer prostituierten Mutter und gewalttätigen Ehemännern eine instabile Persönlichkeitsstörung und sei in ihrer Steuerungsfähigkeit möglicherweise beeinträchtigt gewesen, so ihre Anwältin.