
Rassismus-Vorwürfe gegen Rettungsdienste in Köln
(DS|Symbolbild) „Wir gehen die Sachen rigoros an, ist doch klar“. Mit diesen Worten reagierte ein Sprecher der Malteser in Köln auf die Rassismus-Vorwürfe gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Johanniter und der Malteser.
Veröffentlicht: Montag, 19.09.2022 16:07
Die taz hatte von mehreren rassistischen Zwischenfällen und rechtem Gedankengut bei den Johannitern in Köln und den Maltesern im Rheinland berichtet. Ein Sprecher der Malteser sagte, menschenverachtendes Verhalten habe bei den Maltesern keinen Platz. Die allermeisten Menschen im Rettungsdienst wollen helfen und würden dabei selbstverständlich nicht auf die Herkunft achten.
Rechtsextremes Gedankengut in Chats, rassistische und menschenverachtende Äußerungen, der taz-Artikel listet eine ganze Reihe von Zwischenfällen auf. Die Malteser erklärten, falsch verstandener Korpsgeist von Kolleginnen und Kollegen im Rettungsdienst gingen gar nicht. Wer so etwas sagt oder tue, müsse gemeldet werden. Dafür gäbe es intern auch anonyme Möglichkeiten. Diese wolle man innerhalb der Belegschaft nun noch besser bekannt machen, so der Sprecher. Auch alle Führungskräfte seien gefordert, entgegenzuwirken. Die Johanniter in Köln sicherten eine umfassende Untersuchung der Vorwürfe zu.