
Raue Zeiten in der IHK
(PR|Foto: Symbolbild) Bei der Industrie- und Handelskammer Köln, kurz IHK, ist aktuell viel los. Nachdem diese Woche bereits der Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, Ulf Reichardt, sein Amt mit sofortiger Wirkung aufgegeben hatte, hat es am Donnerstag eine außerordentliche Vollversammlung gegeben.
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Es hatten auch Vorwürfe gegen die im Januar gewählte Präsidentin Nicole Grünewald und das neue Präsidium im Raum gestanden. Diese Missverständnisse habe man aber mit Erklärungen ausräumen können, so Grünewald im Radio Köln Interview. Es gab außerdem Gesprächsbedarf zu mehreren Themen. Unter anderem muss der Ankauf der Immobilie für den neuen Sitz in Mülheim noch einmal aufgerollt werden, sagte Nicole Grünewald.
„Es gab eine Entscheidungsgrundlage, die nicht den Kriterien entsprochen hat, die die Rechnungsprüfungsstelle gerne gehabt hätte und deswegen muss die Vollversammlung nochmal auf einer neuen Grundlage, die dann den Kriterien entspricht, entscheiden können.“
Vermutlich habe der Zeitdruck zu Fehlern geführt, so Grünewald. Sie glaube nicht, dass ihre Vorgänger mit Absicht eine falsche Entscheidungsgrundlage vorgelegt hätten. Jetzt muss also neu entschieden werden, ob der neue Sitz der IHK in Mülheim sein wird.
Über den Umzug hatte es in der Vergangenheit heftige Diskussionen und Streit in den Gremien der IHK gegeben. Die Vollversammlung hatte einem Umzug der Kammer nach Mülheim unter Vorbehalt zugestimmt. Unter Vorbehalt, weil einige Mitglieder die Berechnung der Kosten dafür und für die Sanierung des IHK-Gebäudes Unter Sachsenhausen auf der anderen Seite damals in Frage gestellt hatten. Das damalige Präsidium betonte, die Berechnung sei richtig, ein Umzug nach Mülheim sei günstiger als die Sanierung des maroden Gebäudes.
Allein die Planungen und Analysen für die Sanierung der Zentrale am alten Standort in der Innenstadt hatten bereits an die sieben Millionen Euro verschlungen.
Das komplette Interview könnt Ihr hier nachhören: