
Reker schockiert über Katastrophe in Moria
(DD|Foto:Symbolbild) Das Flüchtlingscamp von Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist bei einem Großbrand fast vollständig zerstört worden. Das sagten zwei Offiziere der Feuerwehr im staatlichen Fernsehen. Das Staatsfernsehen, das mit einer Sondererlaubnis aus dem Lager berichten durfte, zeigte Bilder von verkohlten Containerwohnungen und verbrannten Zelten rund um das Camp. Weltweit reagierten Politiker, Kirchen und Organisationen mit Bestürzung auf die Katastrophe.
Veröffentlicht: Mittwoch, 09.09.2020 09:20
Auch Kölns Oberbürgermeisterin Reker zeigte sich über ihre Social-Media-Kanäle schockiert:
In und um das Lager waren in der Nacht zahlreiche Brände ausgebrochen. Die Regierung spricht von Brandstiftung und hat die Sicherheitseinheiten auf der Insel verstärkt.
Nach dem verheerenden Brand wollen auch in Köln am Mittwochabend Menschen auf die Straße gehen. Die Organisation Seebrücke und weitere Initiativen haben um 19 Uhr auf dem Rudolfplatz eine Demonstration angemeldet. Sie fordern die Sammellager aufzulösen und die Menschen aufzunehmen. 180 Städte - wie auch Köln - seien als so genannte "sichere Häfen" bereit Menschen aufzunehmen, betonte Oberbürgermeisterin Reker noch einmal:
„Uns allen wäre eine europäische Lösung lieber, das ist ja klar. Aber wir können auf eine europäische Lösung nicht warten, erst recht jetzt nicht mehr.“
Die Caritas in Köln sagt, die ohnehin schon dramatische Situation auf der Insel Lesbos habe jetzt eine humanitäre Katastrophe größten Ausmaßes erreicht. Köln sie gut aufgestellt und solle 200 Menschen aus Moria aufnehmen, sagt Caritas-Vorstand Krücker.