
Reker will für neue Ziele 2021 neue Verwaltungs-Strukturen
(GL|Symbolbild) Die Kölner Stadtverwaltung ist im letzten Jahr hinter ihren eigenen Zielsetzungen zurückgeblieben - auch wegen der Corona-Pandemie. Viele Projekte der Verwaltung konnten nicht oder nur teilweise umgesetzt werden. Kölns Oberbürgermeisterin und Chefin der Stadtverwaltung Henriette Reker stellt sich und ihren Beschäftigten trotzdem ein gutes Zeugnis aus. Sie sei angesichts der schwierigen Umstände durch die Corona-Pandemie stolz darauf, was die Verwaltung in diesem Jahr geschafft habe.
Veröffentlicht: Montag, 04.01.2021 06:38
Man hatte für 2020 klare Ziele formuliert, so Reker in ihrer Jahresbilanz über die Arbeit der Kölner Verwaltung.
Durch die Corona-Pandemie sei einiges auf den Kopf gestellt worden. Diese neuen und unvorhergesehenen Herausforderungen hätten dazu geführt, dass manche Projekte vielleicht hintenanstehen mussten, so die Oberbürgermeisterin.
Zur alljährlichen Bilanz der Verwaltung sagte Reker, sie sei angesichts der schweren Situation stolz auf das Geleistete:
„Bei manchen Sachen ging es nicht so schnell voran, wie wir uns das vorgestellt haben, weil bei uns natürlich auch Leute durch den Lockdown ausgefallen sind. Bei mir ganz persönlich war es schon eine Herausforderung, über Monate keinen ständigen Vertreter zu haben und einen Wahlkampf zu machen. Und ich bin der Meinung, wir haben das ganz gut gemeistert.“
Andere Projekte wie die Digitalisierung und der Ausbau der Radwege seien dagegen gut vorangekommen, an vielen Stellen sogar schneller als geplant.
Verkehrswende, Klimaschutz und Schulbau für das kommende Jahr
Im neuen Jahr wolle die Verwaltung vor allem im Bereich Verkehrswende, Klimaschutz und Schulbau noch besser werden, so Oberbürgermeisterin Reker. Beim Schulbau zum Beispiel hätte man bereits viel erreicht, sagte sie im Radio Köln-Interview. Die bislang zehn neuen Schulen aus dem letzten Jahr würden aber nicht ausreichen, deshalb gehe es auch weiter um strukturelle Verbesserungen in der Verwaltung:
„Wir müssen überlegen: Was gehört denn eigentlich dazu? Wie muss eine Bauabteilung eigentlich ausgestattet sein, um das, was beschlossen wird, umzusetzen? Weil, eins haben wir ja gelernt: Die vielen Beschlüsse nützen alle nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden können.“
Ein Problem dabei sei es auch ausreichend und ausreichend qualifizierte Mitarbeitende einzustellen. Die Bezahlung im Öffentlichen Dienst sei für viele nicht wirklich attraktiv, so Reker.