
Rhein-Höchststand am Wochenende erwartet
(SR|Archivbild) Der Rheinpegel steigt weiter aber langsamer als befürchtet. Am Wochenende soll die Scheitelwelle der Flut erreicht werden. Ein Pegel von 9 Metern in Köln sei nicht auszuschließen, sagen die Stadtentwässerungsbetriebe, gehen aber von einem niedrigeren Maximalstand aus. Am Freitagmorgen (Stand 7:30 Uhr) lag der Pegel bei 7,66 Meter. In Porz, Rodenkirchen aber auch in Riehl sind erste Konsequenzen zu spüren.
Veröffentlicht:
Es sind nicht die schlechtesten Nachrichten. Würde das Wasser tatsächlich nicht über 8,50 Meter klettern, würden Anwohnende etwa in Kasselberg nicht vom Wasser eingeschlossen. Trotzdem würden Teile der Uferpromenade in der Altstadt überschwemmt und in Zündorf die mobilen Schutzwände aufgebaut. Damit ist im Laufe des Tages zu rechnen. Auch der Schiffsverkehr würde eingestellt werden müssen.
Hochwassertourismus erschwert Arbeit der Einsatzkräfte
Die Kölner Stadtentwässerungsbetriebe bitten Kölnerinnen und Kölner um Rücksicht, wenn sie sich das Rheinhochwasser anschauen.
Henning Werker von der Hochwasserschutzzentrale sagte, man habe immer wieder mal Probleme mit Gaffern. Grundsätzlich habe er aber Verständnis, dass sich die Kölnerinnen und Kölner das Naturereignis anschauen wollen:
„So eine Naturkatastrophe macht auch schöne Bilder und ein schönes Erleben, wenn man nicht selbst betroffen ist. Es macht uns als Einsatzkräfte die Arbeit aber deutlich schwieriger. Wir kommen mit unseren Fahrzeugen mit unseren Geräten nicht so richtig ran dort wo wir schützen müssen. Insofern bitten wir die Bevölkerung von einem Hochwassertourismus abzusehen oder nur ganz kurz zu verweilen und nicht ein Picknick an der Hochwasserwand bei einem Hochwasser durchzuführen.“