
Nur die Schweizer naschen mit 10 Kilo pro Einwohner und Jahr noch mehr. Die riesige Masse an Kakaobohnen, die wir dafür brauchen, wird hauptsächlich von vielen Millionen Bauern in Westafrika produziert. Aber denen geht es häufig schlecht. Sie verdienen nicht genug, haben deswegen nicht ausreichend zu essen und müssen sogar viele Kinder auf ihren Plantagen beschäftigen. Doch Kinder sollten zur Schule gehen und keinen Kakao ernten. Außerdem werden für die Kakao-Anpflanzung jedes Jahr große Flächen Regenwald abgeholzt. Der ist aber nicht nur sehr wichtig für die Tiere dort, sondern auch für unser weltweites Klima. Ein Riesenproblem also, das man seit 2012 mit dem sogenannten „Forum Kakao“ in den Griff bekommen möchte. Unsere Bundesregierung, die Schokoladenhersteller und viele mehr arbeiten darin zusammen – etwa auch das Schokoladenmuseum in Köln. In zwei Jahren soll ein großes Ziel erreicht sein: 70 Pro- Prozent von all dem Kakao, den wir essen, soll dann aus nachhaltigem aus nachhaltigem Anbau stammen. Nachhaltig bedeutet in dem Fall, dass es den Bauern besser geht, keine Kinder mehr beschäftigt werden und der Regenwald nicht leiden muss.
Eine wichtige Sache, natürlich auch für das Schokoladenmuseum!
Schon in der normalen Ausstellung erfahren Besucher viel darüber. Vom 30. Mai bis 7. Juni findet dort sogar eine ganze Themenwoche dazu statt: „Schokolade und Kakao – nachhaltig und fair!“ Neben einem speziellen Angebot für Schulklassen und Führungen für Erwachsene sind im Foyer des Museums einige Informations- und Mitmachstände aufgebaut.
Vom 30. Mai bis 2. Juni findet ein großes Familienwochenende zur Nachhaltigkeit statt. Da wird zum Beispiel genau erklärt, wie der Weg von der Kakaobohne zur Tafel Schokolade aussieht oder wie der Alltag eines Kakaobauern in Afrika so abläuft.
Das gesamte Programm des Wochenendes, die Eintrittspreise und Tipps zur Anfahrt findet ihr hier.