
Schwere Vorwürfe gegen Woelki
(PR|Symbolbild) Der Kölner Erzbischof Kardinal Woelki soll laut Kölner Stadt-Anzeiger einen sexuellen Missbrauch durch einen Düsseldorfer Priester nicht dem Vatikan gemeldet haben. Der Priester soll einem Jungen im Kindergartenalter in den späten 70er Jahren sexualisierte Gewalt angetan haben.
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Woelki soll sich nach den Vorwürfen die Personalunterlagen angeschaut und dann verfügt haben, dass den Missbrauchsvorwürfen gegen den Priester nicht weiter nachgegangen, keine kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet und der Fall nicht nach Rom gemeldet wird. Das Bistum erklärte laut der Zeitung, Woelki habe versucht, den Tatvorwurf recherchieren zu lassen. Der sehr verschlechterte Gesundheitszustand des Priesters sowie die Entscheidung des Opfers, nicht an der Aufklärung mitwirken zu wollen, hätten die Einleitung von Voruntersuchungen unmöglich gemacht. Woelki hat vor einiger Zeit selbst seinen Rücktritt in Aussicht gestellt, wenn ihm nachgewiesen würde, dass er an Vertuschungen beteiligt war.
Woelki sagte dazu laut Kölner Stadt-Anzeiger: Er werde für entstandenes Leid durch Verantwortungsträger im Erzbistum moralische Verantwortung übernehmen, dies jedoch auf unvollständiger Grundlage zu tun, würde der Sache nicht gerecht. "Sollte ich im konkreten Fall Fehler gemacht haben, werden diese klar benannt und ich werde danach handeln", so Woelki.