
Sessionsauftakt: weniger Straftaten als im letzten Jahr
(GDM|Archivbild) Bis in die Nacht hinein haben die Jecken am Freitag den Sessionsauftakt gefeiert. Für die Polizei war es einer der größten Einsätze des Jahres. Über 335 Einsätze von Schlägereien bis Diebstahl waren dabei.
Veröffentlicht:
Trotzdem fällt die Bilanz der Polizei überraschend aus. Denn obwohl es an den Feier-Hotspots brechend voll war, ist weniger passiert. 145 Straftaten wurden angezeigt. Im letzten Jahr waren es mit 350 deutlich mehr. Insgesamt gab es 75 Platzverweise, im Vergleich dazu waren es im letzten Jahr 165 mehr. Auch bei den Körperverletzungen gehen die Zahlen von 75 auf 51 zurück, so die Bilanz der Einsatzkräfte. Acht Mal sind Ermittlungen nach Sexualdelikten aufgenommen worden, darunter eine Vergewaltigung. Außerdem nahm die Polizei in der Südstadt einen Mann fest, der eine Frau gegen ihren Willen geküsst haben soll. Auch Autofahrerinnen und -fahrer standen zum Karnevalsauftakt im Fokus. Über 400 wurden kontrolliert, 27 waren zu betrunken, um Auto zu fahren, zwei standen unter Drogen.
Ordnungsdienst im Dauereinsatz
Auch hinter dem Ordnungsdienst der Stadt Köln liegt ein harter Karnevalsauftakt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren am Freitag vor allem im Kwatier Latäng unterwegs. Über 200 Jugendliche wurden angesprochen, weil sie Alkohol getrunken haben. Dutzende unter 18 Jahren mussten ihre alkoholischen Getränke abgeben, heißt es von der Stadt. Außerdem wurden viele Wildpinkler gestellt. Fast 50 Frauen und rund 270 Männer müssen jetzt bis zu 85 Euro Strafe zahlen. Am späten Freitagabend gab es dann noch einen Einsatz am Kölner Dom. Vor dem Hauptportal hatten sich 150 Menschen zu einer Techno-Party getroffen. Die Versammlung wurde aufgelöst.
Auch der Rettungsdienst der Stadt Köln war im Dauereinsatz. 930 Einsätze waren es am Ende und damit ungefähr doppelt so viele wie an einem „normalen“ Tag.