
Sicherheitsverwahrung für Thomas Drach gefordert
(PR) Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen hat am Dienstag der Strafprozess gegen den ehemaligen Reemtsma Entführer Thomas Drach begonnen. Drach muss sich vor dem Kölner Landgericht wegen versuchten Mordes und bewaffneten Raubüberfällen in Köln, Limburg und Frankfurt verantworten.
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Die Staatsanwaltschaft erklärte bei der Anklageverlesung, Drach stelle eine Gefahr für die Allgemeinheit dar und habe einen Hang zu erheblichen Straftaten. Deshalb müsse er in die Sicherungsverwahrung. Drachs Verteidiger Andreas Kerkhof sprach von einer Vorverurteilung seines Mandanten und einer unzureichenden Beweislage.
„Es gibt gar keine Beweissituation, die eine Verurteilung rechtfertigen könnte. Es gibt ein paar wage Indizien, mehr aber auch nicht. Eine Indizienkette, die geschlossen wäre, ist tatsächlich nicht vorhanden.“
Der Strafprozess soll mindestens bis in den Herbst gehen.
Radio Köln-Reporter Frank Waltel war vor Ort und schildert die Eindrücke des ersten Verhandlungstages:
„Ein Spezialeinsatzkommando bewachte den Prozess hinter verschlossenen Türen und auch den Transport des Hauptangeklagten Drach. Draußen und drinnen patrouillierten Polizisten meist mit Maschinenpistolen bewaffnet. Scharfschützen überwachten das Gebäude von außen. Wer in den Saal wollte, musste gleich durch mehrere Körperscanner und Personenkontrollen. Ansonsten gehörte der erste Tag der Verteidigung. Die Beweislage sei zu dünn für eine Verurteilung, sagte Drachs Anwalt Kerkhof. Die Staatsanwaltschaft sieht in Drach dagegen eine Gefahr für die Allgemeinheit und fordert Sicherungsverwahrung."