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So sehen die Reaktionen in Köln aus
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So sehen die Reaktionen in Köln aus

(GL|Symbolbild) Am Mittwochmorgen wird der Corona-Krisenstab der Stadt Köln darüber beraten, was genau die Beschlüsse von Bund und Ländern für Köln bedeuten. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker wollte sich deshalb noch nicht zu den Beschlüssen äußern. Es gibt von vielen Seiten Verständnis aber auch Kritik über den Umgang mit dem Lockdown.

Veröffentlicht: Mittwoch, 06.01.2021 06:27

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Die Stadtschulpflegschaft übt Kritik an den Schulschließungen

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Die Stadtschulpflegschafts-Vorsitzende Elisabeth Linge sagte im Radio Köln-Interview, man fordere einen verantwortungsvollen Umgang mit der Pandemie in den Schulen:

„Eine Schulschließung über den 10. Januar hinaus, mit dem Verweis auf die Möglichkeit des Distanz-Unterrichts, ist aus unserer Sicht blanker Hohn. Natürlich kann man die Schulen nicht bedenkenlos öffnen, aber man muss die Situation schon so handhaben, dass man der Mehrheit der Schülerinnen und Schüler und vor allem auch derer Familien gerecht wird.“

Am Dienstagabend wurde beschlossen, dass die Schulen und Kitas auch bis Ende Januar geschlossen bleiben sollen.

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Die IHK kritisiert die ausbleibende finanzielle Hilfe für Betriebe

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Der Lockdown zieht Schäden in historischem Ausmaß nach sich - das sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Kölner IHK, Frank Hemig.

Es sei sehr problematisch, dass die zugesagten Hilfen bei zahlreichen betroffenen Betrieben bisher nicht angekommen seien. Die Industrie- und Handelskammer kritisiert, dass der Einzelhandel im Gegensatz zur Gastronomie keine Teilerstattung des Umsatz-Ausfalls erhalten soll. 

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Der Kölner Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA fordert klare Richtlinien.

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Der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA in Köln sieht keine Alternative zum Lockdown - fordert aber schnelle finanzielle Hilfen. Es könne nicht sein, dass die Betriebe noch immer zum Teil auf die November-Hilfen warten. Mathias Johnen vom DEHOGA in Köln kritisiert außerdem die fehlende Perspektive für die Betriebe:

 „Wir erinnern uns, dass wir mittlerweile schon fast ein Jahr lang keine Bars, Diskotheken oder Clubs betreiben dürfen. Den Betrieben, den Betriebsarten, muss klar gesagt werden, was geht und ab wann es geht und nicht hier mal einen Lockdown – da mal einen Lockdown. Wir wollen ganz klare Richtlinien und Vorgaben haben.“

Nur wenn die Hilfen zeitnah fließen, sei das Überleben der Gastro möglich, so Johnen:

„Das Geld muss tatsächlich kommen und das Geld muss auch so kommen, wie es angekündigt wird. Und es müssen zeitnah Entschädigungsleistungen an die Betriebe erfolgen, weil ansonsten ein Überleben nicht sichergestellt ist. […] Dass man jetzt noch auf Zahlungen von November warten muss, das kann auch nicht erklärt werden durch irgendwelche Computerprobleme oder sonstiges, man hatte den ganzen Sommer dafür Zeit. Es muss tatsächlich Geld fließen, dann kann man so eine Art von Lockdown überstehen. Ansonsten wird ein langsames oder auch schnelles Sterben stattfinden.“

Die Politik müsse eine baldmögliche Wiedereröffnung von Geschäften, Gastronomie und Kultureinrichtungen ermöglichen.

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Die Handwerkskammer geht davon aus, dass viele Betriebe die Pandemie nicht überleben werden.

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Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Köln Garrelt Duin rechnet damit, dass viele Kölner Handwerker die Pandemie nicht überstehen werden:

„Viele Betriebe werden weiterhin geschlossen bleiben, wie natürlich die Friseure aber auch andere. Und noch nicht einmal die Hilfe aus dem November ist bis heute bei diesen Betrieben vollständig überwiesen worden. Und das ist ein echtes Drama, das viele Betriebe in echte Existenz-Nöte bringen wird und das werden wir auch leider hier in Köln und Umgebung spüren.“

Oberbürgermeisterin Reker will sich Mittwochm, nach der Tagung des Krisenstabs, über die Folgen des verlängerten Lockdowns in Köln äußern.

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