Sorge um Datenschutz bei Online-Zeugniskonferenzen

(DD|Foto:Symbolbild) Viele Lehrkräfte in Köln sind aktuell verunsichert. Sie wissen nicht, wie sie am besten die jetzt anstehenden Zeugniskonferenzen abhalten. Der Grund sind Probleme mit dem Datenschutz auf der einen Seite und dem Infektionsschutz auf der anderen. Das Schulministerium überträgt die Verantwortung nach eigener Aussage den Schulen. 

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Der aktuelle Distanzunterricht findet an einigen Schulen über die Microsoft-Plattform Teams statt. Doch Datenschutzbeauftragte an manchen Schulen haben hier Bedenken wegen des Datenschutzes und untersagen deswegen virtuelle Zeugniskonferenzen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Köln kritisiert, dass deshalb alle Lehrerinnen und Lehrer der betroffenen Schulen zu Zeugniskonferenzen in die Schulen kommen sollen. Es könne nicht sein, dass das Land die Verantwortung auf die Schulen und Lehrer abwälze, in dem es die Datenschutzbeauftragten der Schulen entscheiden lasse. 

Die GEW fordert das Schulministerium auf, eine geeignete Plattform zur Verfügung zu stellen. Solange sollten Schulen Konferenzen mit verschlüsselten Schülernamen abhalten. Das erspare, dass teils über 100 Lehrkräfte über Stunden zusammenkommen. Präsenzkonferenzen als Konsequenz mit allen Lehrern der Schulen widersprächen in der derzeitigen Situation jedoch jeglicher Vernunft – erst recht, wenn man bedenke, dass man sich privat mit maximal einer Person eines fremden Haushaltes treffen darf, so die GEW weiter.

Die Gewerkschaft lehrer nrw teilte auf Radio Köln Nachfrage mit, dass es bald vom Schulministerium aus ein eigenes Videokonferenztool geben soll. Bis dahin rät sie von Konferenzen in den Schulen ebenfalls ab. Gesundheitsschutz müsse in der aktuellen Pandemie-Situation oberste Priorität haben.

Der Philologenverband wünscht sich klare Richtlinien vom Land. Rechtssicher sei bisher nur die landeseigene Lehr-Plattform Logineo.

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