SPD und Lidl wollen Wohnungen über Supermärkten

(SR | Foto: Symbolbild) Die Mieten in unserer Stadt werden immer teurer, der Wohnraum immer knapper. Die Supermarktkette Lidl will dem Trend jetzt mit einer kreativen Lösung entgegenwirken. Sie will, wenn sie eine neue Filiale baut, gleich Wohnungen darauf mit bauen.

© Foto: Daniel Dähling

Die Kölner SPD unterstützt den Vorstoß. Sprecher Michael Frenzel sagte uns dazu im Radio Köln-Interview, dass die bürokratischen Hürden bei der Stadt dafür noch zu hoch sein:

„Es wird einfach zwischen den Ämtern hin und her geschoben. Und es werden viel zu wenig Entscheidungen getroffen, um so ein Projekt in einer vernünftigen Zeit voranzubringen. Das ist eigentlich das Hauptproblem, das wir seit Jahren in der Stadt haben, weswegen es mit dem Wohnungsbau nicht wirklich vorangeht. Es fehlt die Führung und es fehlt vor allem das Management, das sagt, wir bringen das voran.“

Lidl versucht an der Neusser Straße in Nippes schon seit zwei Jahren, so einen Supermarkt mit 28 Wohnungen darauf zu bauen. Man rechne aber frühestens in fünf Jahren mit einer Genehmigung der Stadt.

Im Vergleich zu anderen Städten sind solche Bauprojekte bei uns bisher eine Ausnahme. Die Discounter Aldi und Lidl gelten als Vorreiter auf dem Gebiet. In vielen deutschen Metropolen, in denen Wohnungen Mangelware sind, wollen die Discounter über ihren Märkten Wohnungen, Büros, Restaurants oder Arztpraxen bauen. In Berlin oder Frankfurt am Main sind sie auch schon realisiert.

Weitere Meldungen