
Staatsanwaltschaft ermittelt nun doch im Fall Pedro
Seit Monaten ist der "Fall Pedro" in aller Munde. Der 30-Jährige war Anfang April in einer psychischen Notsituation. Es folgte ein Einsatz von Rettungsdienst und Polizei. Pedro fiel dabei ins Koma, ist seitdem schwerstbehindert. Jetzt kommt es in dem Fall zu einer Wendung: Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.07.2026 14:52
Zunächst hatte die Staatsanwaltschaft keinen Anlass für Ermittlungen gesehen. Ein Video, von Pedro selbst aufgenommen, das Teile des Polizeieinsatzes in seiner Wohnung zeigt, hat das jetzt geändert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Anfangsverdachts der Körperverletzung im Amt gegen eine Polizistin, einen Polizisten und eine Notärztin. Ein Sprecher betonte aber, dass aktuell die Unschuldsvermutung gelte. Augenzeugen hatten ausgesagt, dass Pedro 20 Minuten lang auf dem Bauch fixiert worden war, mit zwei Spuckhauben auf und einem Beruhigungsmittel im Körper. Laut den Ärzten war sein Herz 23 Minuten lang stehengeblieben. (SR|Symbolbild)