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Staatsanwaltschaft stellt neue Details vor
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Staatsanwaltschaft stellt neue Details vor

(GL) Die Kölner Polizei hat einen weiteren großen Komplex von sexuellem Missbrauch an Kindern aufgedeckt. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei in Köln ermitteln darin gegen mehr als 70 Tatverdächtige.

Veröffentlicht: Montag, 30.05.2022 08:27

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Am Montagmittag hat es dazu eine Pressekonferenz in Kalk gegeben. Kölns Polizeipräsident Falk Schnabel zeigte sich erschüttert:

„Ein solches Ausmaß an menschenverachtender Brutalität und gefühlloser Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid von kleinen Kindern, den Schmerzen und ihren Schreien, ihrer offensichtlichen Angst, ist mir noch nicht begegnet und so etwas habe ich mir auch nicht vorstellen können.“

Viele Einzelheiten sind nur schwer zu verkraften: Die Männer sollen Fotos und Videos von sexuell missbrauchten Babys und Kleinkindern getauscht haben. Ein Teil der Verdächtigen soll auch selbst Kinder vergewaltigt haben. Hauptbeschuldigter ist ein 44-jähriger aus Wermelskirchen. Er habe im Internet seine Dienste als Babysitter angeboten und sich so seinen Opfern nähern können, hieß es heute. Der 44-Jährige habe die Vorwürfe im Kern gestanden. Ihm werde unter anderem vorgeworfen, zwölf Kinder missbraucht zu haben.

Mit Dutzenden weiteren Männern habe er Bilder und Videos von «unvorstellbarer Brutalität» getauscht. Es seien gewaltige Datenmengen mit 3,5 Millionen Bildern und 1,5 Millionen Videos sichergestellt worden. Bislang seien 73 Verdächtige und 33 Opfer identifiziert worden. Die Hälfte der Kinder sei nicht älter als drei Jahre gewesen, das jüngste war gerade mal ein Monat alt.

Auslöser der Ermittlungen ist ein Verfahren in Berlin, bei dem der 44-jährige Mann aus Wermelskirchen ins Visier der Ermittelnden geraten war. Er hatte ausführliche Listen von Pädophilen geführt.

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