
Stadtrat beschließt Suchthilfezentrum
Der Kölner Stadtrat hat den Baubeschluss zum umstrittenen Suchthilfezentrum wie erwartet mit breiter Mehrheit abgenickt. Trotz Kritik am Sicherheitskonzept und den Fragen bei der Finanzierung. Damit kann die Stadt grundsätzlich den Bau weiter planen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 13.05.2026 05:10
Im Pantaleonsviertel soll ein Zentrum auf mehreren Hundert Quadratmetern und zweigeschossig entstehen. Es soll rund um die Uhr und täglich Suchtkranke versorgen und den Neumarkt entlasten. Doch bis es soweit ist, wird es wohl noch etwas dauern. Denn beschlossen wurde eine Modulbauweise. Also Module mit etwas Qualität und Komfort. Die zu bekommen und zu bauen dauert länger.
In der Ratssitzung haben am Abend Politiker der genannten Parteien den Anwohnern ein großes Versprechen gemacht:
Anwohner und Immobilienbesitzer bereiten laut der IG Pantaleonsviertel Klagen vor. Auch das würde Zeit kosten. Die IG Pantaleonsviertel will auf jeden Fall weiter Widerstand leisten. Sie sagt, der Beschluss sei "ein Armutszeugnis" für Köln. Nach Auffassung der IG sei das Vorhaben in Bezug auf Sicherheit nicht ausreichend durchdacht, und auch finanziell nicht tragfähig. Sie kündigen an, weiter rechtlich gegen das Suchthilfezentrum vorzugehen.
Auf der anderen Seite begrüßt der Anwohnerzusammenschluss "Südi bleibt solidarisch" die Entscheidung. Die Initiative ist davon überzeugt, dass ein umfassendes innerstädtisches Suchthilfeangebot notwendig sei, um die Situation schwer suchtkranker Menschen zu verbessern und den öffentlichen Raum langfristig zu entlasten. Sie fordert jetzt eine zügige und transparente Ausarbeitung der Betriebskonzepte und eine verbindliche Umsetzung. (FWKS|Symbolbild)