
Ford sei ein international agierendes und exportorientiertes Unternehmen, erklärt die Geschäftsführung. Die Situation in Südeuropa und wegen des Brexits auch in Großbritannien sei aktuell nicht gut. Die hervorragenden Geschäftszahlen würden sich allein auf Deutschland beziehen. Sie könnten die schlechte Lage der anderen Länder nicht kompensieren und den Stellenabbau verhindern.
Von den deutschlandweit 5.400 Stellen, die abgebaut werden, sind in Köln rund 2.400 Mitarbeiter betroffen.
Mittlerweile sind viele von ihnen in internen Umschulungen, damit sie für bessere Jobs qualifiziert werden. Johannes Klapper, Geschäftsführer der Kölner Agentur für Arbeit, sieht Ford als Vorreiter auf dem Gebiet.
„Ford ist ein gutes Beispiel an andere Unternehmen zu appellieren, die Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen und sich damit zu beschäftigen, wie ich den eigenen Personalbedarf mit den Menschen, die ich habe, decken kann, wenn ich sie weiter qualifiziere. Dann habe ich nicht das Problem, dass die Mitarbeiter, die ich habe, nicht mehr auf die Qualifikationen passen, die ich brauche. Und die Qualifikationen, die ich brauche, auf dem Arbeitsmarkt nicht finde. Also ist es, glaube ich, das Gebot der Stunde es mit eigenen Mitarbeitern im eigenen Betrieb zu probieren.“
So lässt sich bei Ford beispielsweise ein Mitarbeiter vom Metallbauer zum Elektrotechniker ausbilden, um so in Zukunft in dem Bereich einsetzbar zu sein.