
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 74-Jährigen vor, im Dezember 2019 vor seinem Haus in Porz auf einen jungen Mann geschossen zu haben, die Gruppe junger Männer außerdem rassistisch beleidigt zu haben und illegale Schusswaffen zu besitzen. Der Angeklagte erklärte zum Auftakt, er habe sich damals bedroht gefühlt.
Laut Anklage war der ehemalige CDU-Politiker damals gegen Mitternacht auf eine Gruppe vor seinem Haus zugegangen und habe unter anderem ‚‚scheiß Ausländer, scheiß Kanacken‘‘ gerufen. Dann habe er mit einer Pistole einem der Männer in den Arm geschossen. Er selber ließ seinen Anwalt erklären, er habe die Waffe aus Angst vor einer Bedrohung eingesteckt, der Schuss sollte lediglich ein Warnschuss ein. Die rassistischen Beleidigungen streitet der Angeklagte ab. Dass auf seiner Facebook Seite rassistische Äußerungen gelikt und geteilt worden seien, sei aus Unwissenheit und Versehen geschehen. Ihm droht im Falle einer Verurteilung eine Freiheitstrafe von bis zu 10 Jahren.