
Streit um Unterbringung von Familie in Obdachlosenhotel
(RO|Symbolbild) Das Verwaltungsgericht Köln hatte die Stadt vergangene Woche angewiesen, eine sechsköpfige Familie aus Gremberghoven besser als geplant unterzubringen. Die Mutter und ihre fünf Kinder sind nun am Dienstag aus ihrer Mietwohnung geflogen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.01.2023 16:45
Die Stadt Köln will diese Entscheidung des Verwaltungsgerichts wohl nicht hinnehmen. Sie prüft nach eigenen Angaben, Beschwerde einzulegen. Grund seien nicht beglichene Mietschulden und mehrere Polizeieinsätze gewesen, sagt die Stadt. Schon 2020 hätte die Wohnungsgesellschaft gerichtlich eine Räumung durchgesetzt, die die Stadt um ein Jahr aufgeschoben hätte. Die Sozialistische Selbsthilfe Mülheim kritisiert, dass die Stadt in der Zeit nichts unternommen habe, außer der Familie Räume in einem Obdachlosenhotel in Ehrenfeld anzubieten.
Das Gericht entschied darauf hin, die Unterkunft sei nicht angemessen. Die Stadt habe nach eigener Aussage der Familie am Tag der Räumung eine andere Bleibe angeboten.