
Suche nach Blindgängern soll ausgeweitet werden
(MT|Symbolbild) Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg halten die Kölner Verwaltung immer mehr auf Trab. Laut aktueller Statistiken der Stadt ist im letzten Jahr mit über 1.800 Anträgen auf Luftbildauswertung ein neuer Rekord für das Kölner Stadtgebiet gezählt worden. Jeder der in Köln bauen will, muss vorher das Grundstück auf mögliche Blindgänger untersuchen lassen. Ein vierköpfiges Verwaltung-Team ist dafür zuständig.
Veröffentlicht: Sonntag, 23.01.2022 10:38
Rund 20 Prozent der damals über Köln abgeworfenen Bomben und Granaten sind schätzungsweise nicht explodiert und stellen auch heute noch eine Gefahr dar. Wie viele es noch sind, ist unklar. Luftaufnahmen der alliierten Streitkräfte von damals helfen bei der Suche nach Blindgängern. Dazu kommen Magnetsondierungen, Probebohrungen und Geophysikalische Auswertungen. Die Auswertung und Sondierung der Verdachtspunkte ist mühsam und langwierig. Der Fachbereich Kampfmittel im Ordnungsamt soll deshalb mehr Personal bekommen. Allerdings hat die Stadt erneut die Sondierung und Suche nach Blindgängern eingestellt. Der Grund: Sollte eine Evakuierung nötig sein, könne die Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln nicht gewährleistet werden. Das teilte die Stadt auf einer Konferenz zum Umgang mit Blindgängern mit. Das bedeutet auch, dass nach Corona die Sondierungen für aktuelle Bauvorhaben nachgeholt werden müssen.