
TikTok-Challenge: Zerstörte KVB-Räder nicht einsatzbereit
(GL|Symbolbild) Auch fast ein halbes Jahr, nachdem eine TikTok-Challange zu Vandalismus-Fällen bei der KVB geführt hat, hat das Unternehmen mit den Auswirkungen zu kämpfen. Immer noch sei ein Drittel der Fahrrad-Flotte nicht einsatzbereit, sagte ein KVB-Sprecher auf Radio Köln-Nachfrage. Auch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind noch nicht abgeschlossen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.09.2022 05:53
1.000 Räder muss die KVB noch reparieren lassen. Fast jedes dritte Rad davon sei derart beschädigt, dass eine Reparatur nicht lohnt, sagte der KVB-Sprecher weiter. Wann wieder alle KVB-Räder im Stadtgebiet zur Verfügung stehen, sei noch nicht abzusehen. Der Eigentümer der Räder spricht von einigen hunderttausend Euro, die ihn die Schäden und Umrüstung auf stabilere Schlösser kostet.
Eine TikTok-Challenge hatte im Frühjahr zu der bisher beispiellosen Vandalismus-Serie geführt. Dabei wurden Schlösser geknackt und zerstört. Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt. Sie sagt, bei den ermittelten 44 Tatverdächtigen handele es sich überwiegend um Kinder, die strafrechtlich nicht zu belangen seien, weshalb die Ermittlungen gegen fast alle Verdächtigen eingestellt wurden. Gegen einen 14-Jährigen wird es jedoch zum Prozess kommen. Allerdings wegen Unterschlagung, er soll ein bereits geknacktes KVB-Rad genutzt haben. Das Amtsgericht wird im November verhandeln.