Urteil im Prozess um Terrorverdächtigen gefällt
(GL) Im Prozess um einen geplanten Terroranschlag mit dem Biokampfstoff Rizin muss der Angeklagte für zehn Jahre ins Gefängnis. Der Staatsschutzsenat in Düsseldorf hat den Tunesier Sief H. wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalt am Donnerstagnachmittag zu einer entsprechenden Freiheitsstrafe verurteilt. Die Verteidigung hatte ein milderes Urteil von acht Jahren gefordert.
Veröffentlicht: Donnerstag, 26.03.2020 17:10
Mit dem Urteil entspricht der Staatsschutzsenat in Düsseldorf im Wesentlichen den Forderungen der Bundesanwaltschaft. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass der zuletzt in Köln Chorweiler lebende Tunesier zusammen mit seiner zum Islam konvertierten, deutschen Ehefrau Yasmin H. einen islamistischen Anschlag vorbereitet hat. Es sei darum gegangen, möglichst viele Ungläubige in Deutschland zu töten, so Bundesanwältin Bauer in ihrem Plädoyer.
Dem Richter zufolge wird der Prozess gegen die mitangeklagte Ehefrau des Tunesiers noch weiter fortgeführt. Das Urteil gegen sie wird zu einem späteren Zeitpunkt, möglicherweise erst in ein paar Monaten, gefällt.