
Verkehrsminister-Konferenz wegen Niedrigwasser
Bis Freitagabend soll der Wasserstand am Pegel bei uns in Köln noch bis auf 47 Zentimeter fallen. Schiff können auch dann noch weiter mit geringere Ladung fahren. Anerd sieht es in anderen Teilen des Rheins aus. Heute schalten sich nochmal die Verkehrsminister der Länder zusammen, um sich über weitere Schritte abzustimmen.
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Zwischen Koblenz und Mainz wird an dem Pegel am Freitag nur noch ein Stand von 4 Zentimetern erwartet, außerdem sind dort viele Felsen im Flussbett. Gewerbliche Schifffahrt wird dort nicht mehr möglich sein, sagt der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt.
Die Versorgung sei aber erstmal weiter gesichert, das hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger gesagt. Um das Risiko für Versorgungsengpässe zu senken, müsse mehr Güterverkehr von den Wassestraßen auf Schiene und Straße verlagert werden, hat Bilger betont. Er geht davon aus, dass die Problematik mindestens bis Ende August anhält.
Die Bauindustrie sieht die Lage schon deutlich kritischer: Lieferengpässe für erste Baustoffe sind von den Lieferanten bereits angekündigt worden für den Fall, dass die Situation noch länger anhält, wovon derzeit auszugehen ist, sagte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Flächendeckende Baustopps sehe er zwar aktuell nicht. Je länger und ausgeprägter die Niedrigwasserphase allerdings anhalte, desto größer werde das Risiko von Engpässen, höheren Logistikkosten und Verzögerungen.
(PR/Symbolbild)