
Verkehrswende in Köln: Stadtwerke warnen vor Finanzierungsproblemen
(TV|FW|Symbolbild) Der geplanten Verkehrswende in Köln droht das Aus. Seit langem warnt der Stadtwerke-Konzern, dass die aktuellen Planungen für den Ausbau des ÖPNV in Köln nicht allein gestemmt werden können.
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Die Politik müsse bis spätestens 2026 entscheiden, welche Projekte sie umsetzen will und wie diese finanziert werden sollen, so der Vorstandsvorsitzende des Stadtwerkekonzerns Andreas Feicht: Investitionen in die Verkehrswende kosteten Geld. So viel Geld, wie benötigt wird, könne der Konzern allein nicht aufbringen, sondern es werde Unterstützung von außen gebrauchen.
Die Vorstandsvorsitzende der KVB, Stefanie Haaks, betonte, dass der Bund sich wie beim Deutschlandticket nicht nur einmischen, sondern auch an den Kosten beteiligen müsse. Stand jetzt seien in Köln bis auf die Nord-Süd-Bahn und die Ost-West-Achse keine der Kölner Ausbauprojekte im ÖPNV finanziell umsetzbar.
Finanzielle Erfolge und Herausforderungen
Trotz dieser Herausforderungen haben die Stadtwerke-Konzerne RheinEnergie, KVB, AWB und Co. ein gutes Geschäftsjahr hinter sich gebracht. Zwar ist der Gesamtumsatz leicht auf unter 11 Milliarden Euro gesunken, der Gewinn konnte jedoch auf 88 Millionen Euro deutlich gesteigert werden. Andreas Feicht zeigte sich zufrieden. Man hätte ein sehr gutes Geschäftsjahr 2023 hingelegt, in allen Konzerngesellschaften. Die Ausschüttungserwartung der Stadt Köln könne erfüllt werden und sogar ein bisschen was zur Seite gelegt werden.
Die Stadtkasse erhält in diesem Jahr 50 Millionen Euro. Allerdings seien die fetten Jahre laut Stadtwerke bald vorbei. Ab 2027 könnte es keine Ausschüttungen mehr geben und es werde auch Geld für Investitionen in die Kölner Verkehrswende fehlen.