
Die Pläne dazu hat die Stadt Köln am Mittwoch vorgestellt. Nicht jeder Kölner ist von der Idee begeistert. Die Freien Wähler nennen die Expressbusspur einen Angriff auf den Automobilverkehr.
Der geplante Ausbau der Bus- und Bahnlinien erleichtere es Pendlern zwar, bis zur Kölner Stadtgrenze zu kommen, ab da würden sie aber ihrem Schicksal überlassen. Zusätzliche Pendler-Parkplätze gebe es nämlich nicht. Die Freien Wähler befürchten auch, dass massenhaft Autos von der Aachener Straße auf die angrenzenden Wohngebiete ausweichen.
Auch die Industrie- und Handelskammer Köln kritisiert die Pläne. Die Stadt Köln verlässt damit aus Sicht der IHK den runden Tisch "Luftreinhalteplan", an dem alle Beteiligten von der Wirtschaft bis zu Umweltverbänden gemeinschaftlich Maßnahmen besprochen und beschlossen haben, sagte IHK-Geschäftsführer Ulrich Soenius im Radio Köln Interview.
Die IHK kritisiert an dem Vorhaben zum einen die Äußerung, dass sich Unternehmen an der Aachener Straße bei der Belieferung nach den Buszeiten richten sollten. Außerdem stört es sie, dass die Ausbaupläne für einen Park and Ride Parkplatz in Weiden-West vorerst auf Eis gelegt wurden. Auswärtige Pendler könnten so kaum vom Auto auf den ÖPNV umsteigen.
Auch die SPD schließt sich den Kritikern an.
Zustimmung kommt hingegen von den Kölner Grünen. Sie sehen im geplanten ÖPNV-Ausbau einen sinnvollen Beitrag zur sauberen Luft.