Viele Reaktionen auf Papst-Entscheidung

(GDM) Die Entscheidung des Papstes, Kölns Kardinal Woelki im Amt zu belassen hat viel Reaktionen hervorgerufen. Stadtdechant Robert Kleine ist froh, dass die Entscheidung zur Personalie Woelki endlich raus ist.

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Mit der Mitteilung des Heiligen Stuhls sei die Ungewissheit beendet worden, unter der viele Menschen in Köln und darüber hinaus gelitten hätten. Der Vatikan habe auch festgestellt, dass es im Erzbistum Köln zu einer Vertrauenskrise gekommen sei, so Kleine.

Skepsis beim Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing. Die Note aus Rom zur Entschiedenheit des Aufklärungswillens von Kardinal Woelki lässt viele Betroffene ratlos und verletzt zurück, heißt es. Er hoffe, dass der Prozess einer Aussöhnung im Erzbistum anlaufen werde, so Bätzing.

Die KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche" ist mit der Entscheidung aus Rom, Kardinalk Woelki im Amt zu halten, unglücklich. Genauso geht es dem Diözesan Rat der Katholiken im Erzbistum Köln. "Wir sind Kirche" sieht die große Gefahr, dass die Entscheidung des Vatikans zu einer Verschärfung des Konflikts im Erzbistum führt. Mit dieser römischen Entscheidung werde der dringend notwendige Versöhnungs- und Erneuerungsprozess verhindert. Der Kölner Diözesan Rat spricht von einem "kompletten Stillstand des Erzbistums Köln." Auch würden viele Fragen offen bleiben, etwa für die moralische Ebene der Aufarbeitung des strukturellen Missbrauchs. Woelki will sich eine Auszeit nehmen, räumte Fehler beim Umgang mit Vorwürfen sexuellen Missbrauchs ein und endschuldigte sich. 

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