
Christi Himmelfahrt (18. Mai)
In der Bibel wird erzählt, dass Jesus am 40. Tag nach seiner Auferstehung in den Himmel aufgestiegen sei. Die Apostelgeschichte erzählt davon, dass Jesus mit seinen Jüngern zusammen war, als ihn eine Wolke erfasste und in den Himmel trug.
Besonders im katholischen Glauben ist dieser Tag besonders wichtig. An diesem Tag – immer ein Donnerstag – feiern Christen die Rückkehr von Jesus Christus als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel.
Warum feiert wir an Christi Himmelfahrt "Vatertag"?
Den Namen Vatertag brachte man schon im Mittelalter mit Christi Himmelfahrt in Verbindung. Denn an diesem Tag soll Jesus Christus zu seinem göttlichen Vater in den Himmel aufgestiegen sein. Die Tradition, zu diesem Anlass auch den eigenen Vater zu ehren, entstand allerdings erst rund um das Jahr 1900.
Pfingsten (Pfingstsonntag, der 28. Mai und Pfingstmontag, der 29. Mai)
Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Dieser Geist lässt Menschen einander als Brüder und Schwestern in Christus erkennen. Daher gilt Pfingsten auch als der „Geburtstag der Kirche“. Gottes Geist versöhnt und schafft Gemeinschaft.
An Pfingsten schenkte Gott seinen Geist nicht mehr einzelnen Auserwählten, sondern jedem Gläubigen. Es ist zugleich der letzte Tag der Osterzeit.
Im Christentum tritt Gott in drei Gestalten auf: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Gott zeigt sich im Alten Testament als derjenige, den Jesus später "Vater" nennt, daher nennen ihn auch Christen "Vater". Im Neuen Testament offenbart sich Gott den Menschen in der Person Jesus Christus. Und nach der Auferstehung Jesu an Ostern ist Gott nicht weg, sondern als Heiliger Geist unter den Menschen und wirkt dort. Das feiern wir Menschen an Pfingsten.
Fronleichnam (08. Juni)
Fronleichnam ist ein Hochfest in der katholischen Kirche. Das Fest wird immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten, 60 Tage nach Ostern gefeiert.
Im Mittelpunkt steht das geweihte Brot, die sogenannte Hostie, als Symbol für die Gegenwart Christi. Fronleichnam ist das "Hochfest des Leibes und Blutes Jesu Christi".
Das Fest steht in Zusammenhang mit dem letzten Abendmahl von Jesus und seinen Jüngern am Gründonnerstag. Nach kirchlicher Lehre hat Jesus dabei das Sakrament der Eucharistie eingesetzt, als er den Jüngern Brot und Wein reichte und die Worte sprach "Das ist mein Leib" und "Das ist mein Blut".
Was bedeutet das Wort "Fronleichnam"?
Fronleichnam hat nichts mit Tod oder Leichnam zu tun. Das Wort Fronleichnam stammt aus dem Mittelhochdeutschen: "fron" bedeutet "dem Herrn gehörend", "lichnam" meint den lebendigen Leib. International ist der Name für Fronleichnam "Corpus Christi".
Traditionell wird das geweihte Brot in einer Monstranz, einem liturgischen Schaugefäß, in einer Prozession durch die Straßen getragen:
Die erste Prozession in Deutschland zog im Jahr 1279 durch Köln.