
Was tun gegen Lebensmittelverschwendung?
Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle entsorgt. Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sind für etwas mehr als die Hälfte davon die privaten Haushalte verantwortlich. Dazu muss es oft aber gar nicht erst kommen, denn es gibt vieles was man tun kann. Wir haben für euch ein paar Tipps zusammengestellt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 04.10.2023 10:33
Gute Planung
Wenn ihr ungefähr plant, welche Lebensmittel ihr diese Woche zum Kochen verwenden wollt, dann könnt ihr dementsprechend einkaufen und müsst weniger wegschmeißen. So empfiehlt es das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Richtige Lagerung
Jedes Lebensmittel braucht eine bestimmte Lagerung. Zum Beispiel gehören Brot, Kartoffeln, Auberginen, Avocados und viele weitere südliche Früchte laut der Verbraucherzentrale nicht in den Kühlschrank. Gerade Äpfel und Tomaten stoßen ein sogenanntes Reifegas Ethylens aus, sodass die restlichen Früchte in der Obstschale schneller reifen. Daher sollten sie separat gelagert werden. Kartoffeln und Zwiebeln sollten da gelagert werden, wo es trocken und kühl ist. Aber es ist wichtig, dass sie getrennt voneinander gelagert werden, weil die Zwiebel den Kartoffeln Feuchtigkeit entzieht und sie deswegen schneller schlecht werden können. Besonders bei Fisch oder Fleisch solltet ihr natürlich darauf achten, dass die Kühlkette möglichst nicht unterbrochen wird.
Einfrieren, Zuckern und Einkochen
Wenn ihr merkt, dass ihr euer Obst und Gemüse nicht schnell genug verwerten könnt, gibt es auch die Möglichkeit, es einzufrieren. Wenn ihr dafür sorgen wollt, dass Keime abgetötet werden und es die Farbe gut behalten kann, könnt ihr Gemüse auch blanchieren, bevor ihr es einfriert. Fertige Speisen oder Backwaren könnt ihr laut der Ernährungsvorsorge auch einfrieren. Obst könnt ihr natürlich, wie es schon früher gemacht wurde, zu Marmelade einkochen oder es zu Gelees oder Chutneys weiterverarbeiten. Natürlich können Lebensmittel laut dem Bundeszentrum für Ernährung auch klassisch eingekocht werden, das geht zum Beispiel gut bei Obst oder Gemüse, aber auch bei Fleisch, Wurst oder Kuchen. Dabei ist es aber wichtig, dass die Lebensmittel frisch sind, wenn sie eingekocht werden. Beim Einkochen werden Lebensmittel zwischen 75 und 100 Grad Celsius erwärmt und anschließend in einem Glasbehälter heiß abgefüllt, sodass sich beim Abkühlen im Glas ein Unterdruck bildet, der den Behälter verschließt. Dafür können zum Beispiel Weckgläser verwendet werden.
Augen-Nase-Zungen-Check
Nur weil ein Produkt über dem Mindesthaltbarkeitsdatum ist, heißt es nicht, dass ihr es direkt wegschmeißen müsst. Gerade Nudeln, Reis, Mehl und viele weitere Trockenprodukte sind laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum haltbar. Aber auch bei anderen Produkten lohnt es sich, erstmal die Konsistenz, den Geruch und den Geschmack des Produkts zu testen. Sollte das Produkt diesen Test nicht bestehen, ist es oft abgelaufen.
Resteverwertung
Wenn ihr nicht wisst, was ihr mit euren Resten anfangen könnt, könnt ihr auch mal bei dem Resteverwertungs-ABC der Verbraucherzentrale nachschauen.
Ansonsten gibt es auch viele Initiativen, die sich über eure übriggebliebenen Produkte freuen. Zum Beispiel hat Foodsharing sogenannte Fair-Teiler, bei denen ihr eure Lebensmittel abgeben könnt. Es gibt sie an vielen öffentlichen Orten in Köln. Eine genaue Übersicht findet ihr hier.
Übrigens könnt ihr auch mit der App TooGoodToGo Lebensmittel aus Restaurants und Geschäften retten, die übrig geblieben sind. Unter diesem Link könnt ihr die App im Appstore und im Playstore kostenlos herunterladen.