
Weitere Festnahmen nach Drohung gegen Kölner Dom
(GL) Die Polizei hat im Zusammenhang mit den Anschlagsplänen gegen den Kölner Dom drei weitere Verdächtige festgenommen. Das wurde am Sonntag auf einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium in Kalk mitgeteilt.
Veröffentlicht: Sonntag, 31.12.2023 16:21
Demnach sind Ermittler auf ein Netzwerk rund um den 30-jährigen mutmaßlichen islamistischen Gefährder gestoßen, der bereits vor Weihnachten in Gewahrsam genommen worden war. Die drei aktuellen Festnahmen fanden nicht in Köln, sondern in Duisburg, Herne und Nörvenich in der Nacht auf Sonntag statt.
Nach den neuesten Erkenntnissen soll es Pläne gegeben haben, bei einem möglichen Anschlag einen PKW als Waffe einzusetzen. Die Polizei hat deshalb in der Nacht zu Sonntag die Garage unter dem Kölner Dom abgesucht und dabei auch Spürhunde eingesetzt. Gefunden hat sie allerdings nichts. Die Ein- und Ausfahrten in die Dom-Garage wurden danach kontrolliert, außerdem wurden auch weitere Schutzmaßnahmen erhöht. So sollten über die 1.000 Polizistinnen und Polizisten hinaus noch weitere Kräfte abgestellt werden, um die Sicherheit an Silvester in Köln zu gewährleisten.
NRW-Innenminister Reul, der bei der Pressekonferenz in Kalk anwesend war, sprach davon, dass islamistische Gruppierungen sehr aktiv seien. Er glaube aber, "in Köln kann man heute ruhig feiern." Allerdings bittet die Polizei darum, wachsam zu sein und verdächtige Vorkommnisse direkt der Polizei zu melden.

