
Weltflüchtlingstag - Caritas fordert mehr Hilfe
Zum heutigen Weltflüchtlingstag schlägt die Caritas in Köln Alarm: Es fehle massiv an psychotherapeutischer Hilfe für Geflüchtete, die oft schwer traumatisiert sind. Laut des Therapiezentrums in Köln entwickeln rund 30 Prozent eine posttraumatische Belastungsstörung, 40 Prozent leiden unter Depressionen – besonders hart treffe es Kinder und Jugendliche.
Veröffentlicht: Freitag, 20.06.2025 04:58
In Köln warten aktuell 135 Geflüchtete – davon 73 Kinder – auf einen Therapieplatz, im Schnitt über 18 Monate. Denn es gibt schlicht zu wenige Angebote, dazu viel Bürokratie und oft auch Sprachbarrieren. Das Problem würde sich durch zusätzlichen Stress wie drohende Abschiebung oder langwierige Asylverfahren noch weiter verschärfen, so die Caritas. Der Diözesan-Caritasverband fordert deshalb dringend mehr niedrigschwellige Angebote – damit traumatisierte Geflüchtete nicht weiter durchs Raster fallen. (KS|RO|Archivbild)