Wer hilft den Studenten durch die Corona-Krise?

Laut Studentenwerk jobben 78% der Studenten in Köln neben dem Studium. Auch weil die Kosten in unserer Stadt höher sind, als in den meisten anderen Universitätsstädten. Die Miete, die Studenten in Köln zahlen müssen, liegt im Schnitt bei 366 Euro. Das sind 40 Euro mehr, als im NRW-Durchschnitt.

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Die meisten Studenten können gerade allerdings kaum was dazuverdienen, weil es neben Regalauffüllern im Supermarkt und Erntehelfern keine Jobs gibt. Da nicht jeder Student auf die finanzielle Hilfe seiner Eltern zurückgreifen kann, fordert das deutsche Studentenwerk unter anderem:

  • von Bund und Ländern einen Studienfonds, aus dem Studierende in finanzieller Notlage rasch und unbürokratisch Hilfe bekommen
  • dass aufgrund von voraussichtlich nur schwer oder nicht zu erbringender Studienleistungen im Sommersemester 2020 die Regelstudienzeit und die Förderungshöchstdauer beim BAföG verlängert werden
  • dass Einkommen, die die Studierenden nun bei der Pandemiebekämpfung erzielen, etwa als medizinische Hilfskräfte, nicht aufs BAföG angerechnet werden

Der Mieterbund NRW schlägt ebenfalls Hilfsfonds für Mieter vor. Diese könnten aus dem bereits von der Landesregierung beschlossenen Corona-Hilfspaket in Höhe von 25 Milliarden Euro genommen werden.

Bereits beschlossen hat die Bundesregierung, dass Mietern während der Krise nicht gekündigt werden darf, wenn sie die Miete nur zum Teil oder gar nicht zahlen können. Das gilt für den Zeitraum zwischen dem 1. April und 30. Juni.

Studenten, die sich über finanzielle Hilfen beraten lassen wollen, können das bei der Sozialberatung des Kölner Studierendenwerks tun.


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