
Wohlfahrtsverbände fordern: Sozialpolitik umbauen
Die katholische Wohlfahrtsverbände in Köln fordern ein grundsätzliches Umdenken in der Sozialpolitik. Ein konkretes Beispiel ist die Suchthilfe in Köln. Das geplante Suchthilfezentrum am Perlengraben ist nach Ansicht der Wohlfahrtsverbände zwar ein wichtiger Schritt – reiche aber nicht aus, sagt z.B. Jens Röskens vom Sozialdienst Katholischer Männer.
Veröffentlicht: Freitag, 19.06.2026 14:42
Die Sorge: Angesichts leerer Kassen bleibe Köln auf halber Strecke stehen. Das dürfe nicht passieren. Die Verbände fordern eine umfassende Suchthilfekonzeption, die Wohnungslosenhilfe und soziale Unterstützung stärker miteinander verknüpft und insgesamt neu denkt. Beim heutigen Jahresempfang der Verbände ging es auch um Themen wie Einsamkeit und Wohnungsnot. Statt zuerst auf den Haushalt zu schauen, müsse die Politik zunächst fragen, was die Menschen in der Stadt wirklich brauchen, sagte Jens Röskens weiter. Die sechs katholischen Wohlfahrtsverbände fordern einen gesamtgesellschaftlichen Dialog darüber, wie Köln sozial zusammenwachsen kann – mit verlässlicher Unterstützung durch Politik und Verwaltung.(DF|RO)