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Wüst in Polen, Schlesien
© José Narciandi
NRW-Ministerpräsident Wüst hat mit einer NRW-Delegation aus Wirtschaft, Sport, Kultur, Wissenschaft und Medizin die polnische Region Schlesien besucht
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Wüst wirbt in Polen für mehr Zusammenarbeit mit NRW

NRW und die polnische Region Schlesien wollen ihre Zusammenarbeit deutlich ausbauen. Bei seiner Reise nach Kattowitz setzt Ministerpräsident Wüst vor allem auf gemeinsame Lösungen bei Cybersicherheit, Gesundheitsversorgung und Krisenvorsorge.

Veröffentlicht: Dienstag, 19.05.2026 14:52

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Gemeinsame Antworten auf neue Krisen

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Nordrhein-Westfalen und die polnische Region Schlesien wollen ihre Partnerschaft deutlich ausbauen. Ministerpräsident Hendrik Wüst ist dafür zu Gesprächen nach Kattowitz gereist. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Cybersicherheit, Gesundheitsversorgung, Strukturwandel und europäische Krisenvorsorge. Hintergrund ist auch die veränderte Sicherheitslage in Europa durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Wüst sagte bei seinem Besuch:

„Gerade in einer Zeit großer geopolitischer Herausforderungen zeigt sich, wie wichtig starke verlässliche Partnerschaften in Europa sind.“

Nordrhein-Westfalen und Schlesien verbinde nicht nur eine lange gemeinsame Geschichte, sondern auch der Wandel ehemaliger Kohlereviere hin zu modernen Wirtschafts- und Forschungsstandorten.

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Polen als Vorbild bei Resilienz und Digitalisierung

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Bei der Reise informiert sich die NRW-Delegation über Projekte, die auch für Nordrhein-Westfalen Vorbild sein könnten. Polen gilt unter anderem bei Digitalisierung, Gesundheitsversorgung und dem Schutz kritischer Infrastruktur als besonders gut aufgestellt. In Kattowitz besucht Wüst deshalb ein Forschungszentrum für Cybersicherheit sowie eine Spezialklinik für Brandverletzte.

Der Ministerpräsident betonte dabei, dass Nordrhein-Westfalen von Polen lernen könne.

„Da können wir eine Menge lernen, was Resilienz angeht - insbesondere im Umgang mit neuen Bedrohungen“

Geplant sind neue Kooperationen etwa zwischen dem schlesischen Cyberzentrum und der Ruhr-Universität Bochum sowie zwischen der Spezialklinik und dem Universitätsklinikum Münster.

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Das Statement von Ministerpräsident Wüst in Kattowitz

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Statement Ministerpräsident in Kattowitz
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Botschafter aus Sport und Kultur sollen helfen

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Für neuen Schwung in der Partnerschaft sorgt außerdem eine neue Botschafter-Initiative der Landesregierung. Mit dabei sind unter anderem Carsten Cramer vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, die Philharmonie-Intendantin Ewa Bogusz-Moore sowie Schauspieler und Musiker Vito Bambino. Sie sollen die Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen und Schlesien stärker in Gesellschaft, Kultur und Sport verankern.

Wüst erklärte dazu:

„Partnerschaften entstehen nicht durch Verträge alleine, sondern dadurch, dass sie gelebt werden.“

Ziel sei es, Menschen auch außerhalb der Politik miteinander zu vernetzen und den Austausch zwischen beiden Regionen sichtbarer zu machen.

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Hendrik Wüst in Schlesien, Polen
© José Narciandi
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Schlesiens Marschall Woijiech Saluga haben die Zusammenarbeit beider Regionen bekräftigt
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Gemeinsamer Strukturwandel verbindet beide Regionen

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Nordrhein-Westfalen und Schlesien verbindet seit Jahrzehnten eine enge industrielle Tradition. Beide Regionen waren stark vom Kohleabbau geprägt und stehen heute vor ähnlichen Herausforderungen: Digitalisierung, Fachkräftemangel und wirtschaftlicher Umbau. Wüst sprach deshalb von einem gemeinsamen Weg „von der Kohle zur KI“.

Seit dem Jahr 2000 besteht eine offizielle Regionalpartnerschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und Schlesien.

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Polen ist wichtiger Partner für NRW

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Die Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Polen sind seit Jahren eng. Polen gehört inzwischen zu den wichtigsten Handelspartnern des Landes. Mehr als 400 polnische Unternehmen haben sich in NRW angesiedelt. Gleichzeitig leben dort hunderttausende Menschen mit polnischen Wurzeln.

Wüst bezeichnete Polen deshalb als „ganz zentralen Partner für Europa - politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich“. Die Reise nach Schlesien solle helfen, die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und Europa gerade in Krisenzeiten widerstandsfähiger zu machen.

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Autor: José Narciandi

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