
Der Koffer sollte eigentlich auf Kokain und andere Drogen untersucht werden, sagt Zoll-Pressesprecher Jens Ahland:
Wir haben auch schon alles Möglich erlebt: Dass Drogen in Kleidung versteckt oder in Kunststoffflaschen als Einlage deponiert werden. Als eine meiner Kolleginnen dann die erste Flasche geöffnet hat, kamen ihr anstatt Drogen aber Schlangen entgegen. Im Nachgang stellte sich dann heraus, dass wir es mit Giftschlagen wie Vipern oder auch mit Klapperschlangen zu tun hatten.
Die Tiere wurden in kleinen Shampooflaschen und Sockenknäulen transportiert und sollten laut dem Zoll vermutlich als Haustiere hier in Deutschland illegal verkauft werden. Die geretteten Tiere werden jetzt versorgt, sagt Zoll-Pressesprecher Jens Ahland. Demnach hätten die Veterinäre der Stadt Köln einen guten Kontakt zu einer darauf spezialisierten Schlangen-Farm vermitteln können. Der Verantwortliche habe sich sofort auf den Weg nach Köln gemacht, um sich um die Tiere zu kümmern.
Trotzdem hat rund ein Drittel der Tiere die lange Reise ohne Futter, Wasser und in engsten Bedingungen nicht überlebt. Die überlebenden Tiere werden medizinisch versorgt, danach sollen sie zurück in ihre Heimat nach Mexiko transportiert werden. Laut dem Zoll ist es der größte Fund von geschmuggelten, exotischen Reptilien in Deutschland. Gegen den Tatverdächtigen wird jetzt ermittelt. (PRo|MH)

