
Zweite Nacht der Ausgangsbeschränkung größtenteils ruhig
(PW|Symbolbild) Köln hat die zweite Nacht der Ausgangsbeschränkung größtenteils ruhig hinter sich gebracht. Die meisten Kölnerinnen und Kölner blieben nach 21 Uhr zu Hause. Allerdings gab es für Polizei und Ordnungsamt auch Arbeit.
Veröffentlicht: Sonntag, 18.04.2021 07:45
Das Ordnungsamt sprach insgesamt 106 Kölnerinnen und Kölner an, gegen sechs von ihnen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Sie müssen 250 Euro zahlen.
Unangemeldete Protestaktion am Barbarossaplatz
Um kurz nach 20 Uhr tauchten einige Dutzend schwarz gekleidete und teilweise vermummte Menschen aus dem mutmaßlich Links-Autonomen-Spektrum auf der Luxemburgerstraße vor dem Barbarossaplatz auf. Auch auf dem Platz zündeten sie Rauchbomben, so dass Autofahrerinnen und -fahrer die Kreuzung für eine kurze Zeit nicht einsehen konnten.
Die Polizei schickte dutzende Wagen mit Blaulicht, die in den Seitenstraßen rund um Volksgarten, Zülpicher Platz und Ringe nach den Randalierenden suchten. Vereinzelt seien Personalien festgestellt worden.
Möglicherweise war die Aktion auch ein Protest gegen die Ausgangsbeschränkung, es gab Graffitis mit der Aufschrift: Sperre? Aufstand.
Der Staatsschutz der Kölner Polizei ermittelt jetzt in dem Fall.
Illegale Party in Westhoven aufgelöst
Einen größeren Einsatz hatte am späten Samstagabend auch das Ordnungsamt.
In Westhoven hatten rund 30 Personen eine Party gefeiert. Der Ordnungsdienst hatte im Vorfeld einen Hinweis bekommen. Die Party fand laut einer Stadtsprecherin in einem schlecht gelüfteten Raum statt.
Ob es sich bei den Feiernden um Lehrer und Mediziner handelt, die laut Medienberichten eine Examensparty gefeiert hatten, werde derzeit geprüft.
