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"Der Holocaust hat im Rap nichts zu suchen"

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Rapper Kollegah kriecht zu Kreuze: "Der Holocaust hat im Rap nichts zu suchen", gibt sich der Musiker im Interview mit dem Magazin "Stern" einsichtig. "Das macht man nicht." Kollegah hatte zusammen mit dem Rapper Farid Bang auf dem gemeinsamen Album "Jung, brutal, gutaussehend 3" mit Zeilen wie "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" und "Mache wieder mal 'nen Holocaust" für einen Skandal gesorgt. Trotz der umstrittenen Passagen wurden die beiden Musiker mit einem Echo ausgezeichnet, woraufhin viele andere Gewinner des einstmals renommierten Preises ihre Trophäen zurückgaben und sich der Echo wenig später selbst abschaffte. Im September wurde "Jung, brutal, gutaussehend 3" von der Bundesprüfstelle als "jugendgefährdend" eingestuft und auf den Index gesetzt.

Bei einem Besuch der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz im Sommer sei ihm das wirkliche Ausmaß seines Fehltrittes klar geworden, behauptet Kollegah, der mit bürgerlichem Namen Felix Blume heißt, nun im "Stern": "Wenn Sie dort stehen und das mit eigenen Augen sehen, was Sie nur aus Dokumentationen oder Büchern kennen; wenn Sie auf einem dieser Wachtürme stehen, die Gleise von Birkenau sehen und sich den Rauch vorstellen, der aus den Öfen kam, dann denkt jeder, dass er wenig über das Ausmaß wusste. Diese Vernichtungsfabrik zu sehen und darin herumzulaufen ist etwas völlig anderes, als Bücher darüber zu lesen." Der Besuch in Auschwitz sei eine "aufwühlende, klärende Erfahrung" gewesen.

teleschau - der mediendienst

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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