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Staatsbesuch Staatspräsident Erdogan kommt nach Köln

Gegen den Besuch des türkischen Präsidenten Erdogan regt sich in Köln Widerstand. Nachdem die Polizei am Freitag bestätigt hatte, dass Erdogan im Rahmen seines Staatsbesuches in Deutschland auch zu uns nach Köln kommen wird, wurden direkt zwei Demonstrationen angemeldet.


Ein Sprecher der Kölner Polizei sagte uns, die eine sei dem linken, die anderem eher dem rechten Spektrum zuzuordnen. Man werde am 29. September in Köln einen Großeinsatz-Tag haben.

Zum Programm des Präsidenten in Köln könne man noch nichts sagen.

Die Stadt selbst wisse von diesen Plänen allerdings noch nichts, erklärte Stadtsprecher Alexander Vogel im Radio Köln-Interview.

Das sei aber nicht unüblich. Die lokalen Sicherheitsdienste würden über Staatsbesuche meist zuerst informiert werden.

Sollte der Präsident ein Treffen mit der Oberbürgermeisterin planen, gehe man davon aus, dass eine entsprechende Anfrage in den nächsten Tagen erfolgen werde, so Vogel weiter.

Im Vorfeld hieß es, es sei möglich, dass Erdogan die neue Zentralmoschee in Ehrenfeld besuche. Das hatte eine Sprecherin der Türkisch-Islamischen Union DITIB allerdings auf Radio Köln-Anfrage zunächst als reine Spekulation bezeichnet.

Außenminister Heiko Maas hat die Einladung des türkischen Präsidenten Erdogan zu einem Staatsbesuch nach Deutschland und auch in Köln gegen heftige Kritik verteidigt.

Die Konsequenz aus der Kritik an Erdogan könne nicht sein, dass er nicht mehr nach Deutschland kommen kann, sagte Maas in einem Interview.

(Meldung vom 17.09.18/MH)


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