Karneval

Die Vorstellabende 2010 Literarisches Komitee

Das Festkomitee hat in den letzten Jahren durch seine akribische Ausbildung in der so genannten "Akademie" einiges bewegt und das war auch beim diesjährigen Vorstellabend zu spüren.


http://www.radiokoeln.de/koeln/rk/518397/service

Dat wor richtig jot:

Die Ausbildung zahlt sich vor allem im Bereich Redner aus. Und da hat das Literarische Komitee zwei absolute Kracher präsentiert:

Hastenraths Will alias Christian Macharski sorgte für den absoluten Höhepunkt des Abends. Sonst mit dem Rurtal-Trio als Comedian unterwegs, gab er im Sartory einen Einblick in das Leben eines Bauern aus Safeln, der nach Kölle kommt. Keine auswendig gelernten Witzchen, sondern abgedrehte und nicht voraussehbare Gags, tolle Einfälle und eine super Art der Darbietung machen Hastenraths Will zum Shooting-Star. Egal, ob er das Café Reichard als Szene-Lokal titulierte oder aus der Kollegin Vingströschen ein Vingstöchschen machte, der Sartory bebte vor Lachen und bedankte sich mit stehenden Ovationen.

Die gab es auch für einen weiteren Redner. "Ein Pfundskerl" nennt sich Kai Kramosta und weil er mit einigen Pfunden wuchern kann, nimmt er sich und sein Gewicht einfach gekonnt auf die Schippe. Witze eines "Dicken" über "Dicke", schön ausgespielte Pointen, das kam an beim Publikum.

Aber auch die Musikgruppen konnten sich sehen lassen. Vielfalt und Professionalität waren angesagt, Toppnoten verdiente sich die neue Formation Papallapap.

Und einen müssen wir noch erwähnen. Joel Danielzyk. Der ist 1. Tanzoffizier bei den Flöhen, der Kindertanzgruppe der KG Große Allgemeine. Der kleine Tänzer sang während er tanzte strahlend alle! Lieder komplett mit, egal ob Refrain oder Strophe. Hut ab!


Dat wor nit esu jot:

Aber es gab nicht nur Licht, sondern auch Schatten. Schwach war der Auftritt von Thomas Beys als "Der Präsident". Bei seinem dritten und damit Reglement bedingt letzten Auftritt beim Literarischen Komitee ließ er das vermissen, was ihn vor zwei Jahren zum Senkrechtstarter gemacht hatte. In der ganzen Rede gab es keine einzige Pointe, die das Publikum wirklich mitriss, "Der Präsident" hat sich leider während seiner Zeit beim Festkomitee kontinuierlich verschlechtert statt verbessert.

Auch Tino vom Taxi konnte die Vorjahresleistung nicht wiederholen. Zwar beeindruckt Tino Selbach immer noch mit seinen hervorragenden Gesangseinlagen, die unter die Haut gehen und bejubelt werden. Zwischendurch gibt es aber immer wieder Redeeinlagen, die eher anklagend als lustig sind und den sympathischen Tino unsympathisch wirken lassen. Schade.


Am Engk ka'mer sage:

Das Literarische Komitee im Festkomitee hat insgesamt einen sehr ordentlichen Vorstellabend abgeliefert. Vor allem die Stärke der Redner war beeindruckend. Und auch bei den Musikgruppen herrscht trotz der traditionell schlechten Technik im Sartory eine hohe Leistungsdichte. Dazu wurde echter Nachwuchs präsentiert. Insgesamt also ein runder Abend.


Die wore all dobei:

 

Flöhe der KG Große Allgemeine von 1900 Köln e.V.

Et Jüppche vum Kreechmaat

Et Marieche us Dellbröck

Kölschraum

Et Vingströschen

De 2 Jlöckspilze & De richtich Wichtijen

Hastenraths Will

Angela Krüll

Der Präsident

Planet Kölle

Kölsche Adler

Ne Schwaad-Lappe

Papallapap

Tino vom Taxi

Ein Pfundskerl

Narrenrock


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