
Oberbürgermeisterin Reker wird am Donnerstag zusammen mit dem stellvertretenden NRW-Ministerpräsident Stamp und den Generalkonsulen der Ukraine und Polens den deutsch-ukrainischen Verein besuchen. Geplant ist ein Besuch im Logistikzentrum in Raderberg. Oberbürgermeisterin Reker hat sich am Abend auch noch einmal in einer Videobotschaft im Netz geäußert:
„Ich habe grenzenlose Bewunderung für all die mutigen Russinnen und Russen, die bereits seit Freitag gegen den Krieg demonstrieren. Zudem danke ich allen mutigen Menschen in der Ukraine, die sich weiterhin dem Frieden, der Demokratie und der europäischen Gemeinschaft verbunden fühlen. Wir strecken unsere helfenden Hände weit aus in Richtung Osteuropa.“
Viele Kölnerinnen und Kölner, aber auch Menschen aus dem Umland, beteiligen sich mit Geld- und Sachspenden, packen mit an oder stellen sogar Unterkünfte für geflüchtete Menschen aus der Ukraine zur Verfügung. Aber auch der Transport der Spenden sei nicht ohne die Unterstützung vieler Freiwilliger möglich gewesen, sagt Natalie Nothstein, Sprecherin für das Blau-Gelbe Kreuz:
„Speditionsunternehmen wollen helfen, wollen unterstützen. Aber auch LKW-Fahrer, die dann sagen, ja, ich rufe mal meinen Chef an und frage, ob ich frei bekomme und dann hierherkomme. Dann beladen sie den LKW, fahren an die polnische Grenze, übergeben die Sachspenden und fahren wieder zurück.“
Rund 150 Geflüchtete waren schon am Dienstag in Köln erwartet worden, der Transport verzögere sich aber noch, sagt Linda Mai, Vorsitzende des Blau-Gelben Kreuzes:
„Sie [die Geflüchteten] stehen manchmal zwei, fünf, sieben Tage vor der Grenze. Ihnen ist kalt, sie haben kein warmes Wasser, haben auch kleine Kinder. Deshalb sollen sie erst einmal zu sich kommen, bevor wir sie in diesem Zustand wieder in den Bus packen und weitere 12 Stunden fahren.“
Außerdem führe Bürokratie oft zu Verzögerungen. Die Geflüchteten müssten bei der Ausreise aus der Ukraine erst registriert werden, so Mai. Wer den Menschen in der Ukraine helfen möchte, kann sich per Mail an die Stadt wenden über ukraine@koelnhilft.koeln. Alle weiteren Spendenmöglichkeiten haben wir hier für euch zusammengefasst.