Nach Rassismus-Vorwurf: Vinícius Júnior schießt Real weiter
Veröffentlicht: Mittwoch, 25.02.2026 23:19

Champions League
Madrid (dpa) - Ausgerechnet Vinícius Júnior hat Real Madrid nach der Rassismus-Affäre aus dem Hinspiel ins Achtelfinale der Champions League geschossen. Der brasilianische Offensivstar, der beim 1:0 im ersten Duell mit Benfica Lissabon nach eigenen Angaben von Gegenspieler Gianluca Prestianni rassistisch beleidigt worden sei, erzielte im Playoff-Rückspiel im Madrider Bernabéu den Siegtreffer (80. Minute) zum 2:1 (1:1).
Im Achtelfinale trifft der spanische Spitzenclub auf Sporting Lissabon oder Manchester City. Auch Titelverteidiger Paris St. Germain steht nach dem gewonnenen Playoff-Duell mit der AS Monaco in der Runde der besten 16 Mannschaften. Die Auslosung findet am Freitag ab 12.00 Uhr in Nyon (Schweiz) statt.
Vinícius Junior erneut mit Siegtreffer für Real
Lissabons Prestianni wurde von der UEFA vorläufig gesperrt, für das Rückspiel stand er somit nicht zur Verfügung. Ein Einspruch der Portugiesen wurde wenige Stunden vor dem Anpfiff von der UEFA zurückgewiesen. Madrider Fans zeigten im Rückspiel ein Banner mit den Worten «no al racismo» («Nein zu Rassimus»). Bei Ballberührungen wurde Vinícius von den mitgereisten Benfica-Anhängern ausgebuht.
Benfica musste auch auf Trainer José Mourinho nach seiner Gelb-Roten Karte im Hinspiel verzichten, er wurde von Co-Trainer João Tralhão vertreten. Bei Real fehlte der französische Topstürmer Kylian Mbappé wegen Kniebeschwerden. So bestimmte Benfica die Anfangsphase und ging durch Rafa Silva (14.) in Führung, der Ausgleich durch Aurélien Tchouaméni (16.) folgte wenig später. Vinícius Júnior schloss schließlich einen Konter zum Siegtreffer ab.
Eine Schrecksekunde erlebte Real eine Viertelstunde vor Schluss, als Raúl Asencio nach einem Zusammenprall mit einem Mitspieler per Trage vom Feld transportiert werden musste.
Titelverteidiger PSG holt erneut Rückstand auf
Paris St. Germain holte im französischen Duell gegen die AS Monaco wie schon beim 3:2-Erfolg im Hinspiel einen Rückstand auf und steht nach einem 2:2 (0:1) im Achtelfinale. Dort wird es PSG mit dem FC Barcelona oder FC Chelsea zu tun bekommen.
Wie schon im Hinspiel profitierte der Champions-League-Sieger von 2025 auch von einem Platzverweis des Gegners. Nach der Gelb-Roten Karte von Mamadou Coulibaly (59.) glich Paris beim anschließenden Freistoß durch Marquinhos (60.) aus, Khvicha Kvaratskhelia (66.) ließ wenig später das 2:1 folgen. Maghnes Akliouche (45.+1) hatte die Gäste, bei denen Thilo Kehrer gegen seinen Ex-Club in der Startformation stand, in der ersten Hälfte mit 1:0 in Führung gebracht. Jordan Teze (90.+1) gelang in der Nachspielzeit noch der Ausgleich für Monaco.



