112-Shortcut fürs Telefon: An-Aus-Button startet Notruf
Veröffentlicht: Mittwoch, 11.02.2026 14:08

Hilfe per Smartphone
Berlin (dpa/tmn) - In Notsituationen kann es eine Herausforderung oder unter Umständen sogar unmöglich sein, die Telefon-App zu öffnen, 112 einzutippen und dann auch noch auf den Anruf-Button zu tippen.
Deshalb kann man auf eine vereinfachte, universelle Notruf-Funktionen zurückgreifen, die Apple und Google in ihren mobilen Betriebssystemen verankert haben und die leicht zu bedienen sind.
«Notfall-SOS» und «Notruf SOS» müssen aktiviert werden
Bei Android nennt sich das Feature «Notfall-SOS», auf iPhones heißt es «Notruf SOS». Wichtig: Wer die Notruf-Funktionen nutzen möchte, muss sie in der Regel erst einmal in den Einstellungen aktivieren:
- Bei iPhones unter "Einstellungen/Notruf SOS/Durch 5-mal Drücken anrufen".
- Bei Android-Telefonen unter «Einstellungen/Notfälle & Sicherheit/Notfall-SOS/Notfall-SOS-Funktion verwenden».
Für Notruf An-Aus-Taste fünfmal schnell drücken
Danach lässt sich sowohl bei Android- als auch bei Apple-Telefonen durch mindestens fünfmaliges schnelles Drücken der Ein-Aus-Taste ein fünfsekündiger Notruf-Countdown einleiten, nach dessen Ablauf ein Notruf gestartet wird.
Achtung: Damit dies auch bei Android-Telefonen ohne weitere Bestätigung funktioniert, muss man im weiter oben beschriebenen Einstellungsmenü unter Funktionsweise noch auf «Einstellungen ändern» tippen und dann «Aktionen automatisch starten» aktivieren. Google weist zudem darauf hin, dass «Notfall-SOS» bei Android im Flugmodus und im Energiesparmodus nicht verfügbar ist.
Versehentlichen Notruf beim Countdown abbrechen
Sollte das Notruf-Feature versehentlich gestartet worden sein, lässt sich die Aktion sowohl bei Android als auch bei iOS während des Countdowns einfach wieder abbrechen.
Die 112 funktioniert nicht nur in allen EU-Mitgliedstaaten, sondern laut der European Emergency Number Association (EENA) auch in vielen weiteren Ländern.
112 funktioniert teils außerhalb der EU und überträgt meist Standort
Als Beispiele nennt die EENA etwa Albanien, Georgien, Moldawien, Island, Nordmazedonien, Montenegro, Liechtenstein, Norwegen, Serbien, der Schweiz, Türkei oder Großbritannien. Während des Gesprächs kann meist auch automatisch der Standort übertragen werden.


